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Theaterstücke für Jugendliche


Die hier herunterladbaren Texte sind für nichtkommerzielle Zwecke frei verfügbar. Soweit damit Eintrittseinnahmen erzielt werden, bitten wir um eine Spende an unseren Verein, damit wir auch zukünftig neue Stücke entwickeln können. Konto- und Kontaktdaten hier.
Alle Stücke sind bühnenerprobt.
Bei Bedarf können die Texte auch in veränderbarer Fassung zur Verfügung gestellt werden.


"Im Himmel"

ab 8. Klasse
6 W / 4 M
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 25 Min.

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Ein heiteres Stück über bekannte und unbekannte Tote, die vor Petrus über ihr irdisches Sein berichten müssen.

Eines Tages erscheinen Prinzessin Diana, Rudolf Mooshammer, der 'Sex Pistols'-Bassist Sid Vicious und einige weniger bekannte Tote vor Petrus, um in die richtige Abteilung der himmlischen Organisation eingewiesen zu werden. Hierfür müssen aber erst einmal Berichte über die Neuzugänge verfasst werden, die himmlische Kreiskommission muss ihren Prüfstempel dazu geben, ehe die himmlische Länderkommission und natürlich etliche Referenten sich damit befassen - und die himmlische Datenbank ist schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand. Irgendwie kommt den Toten das Leben im Himmel bekannt vor...

ERNA: Müssen wir hier nicht Halleluja singen oder sowas?
SABRINA: Keine Ahnung. Hat noch keiner was von gesagt.
ASTA: Hier hat sich überhaupt noch keiner blicken lassen. Ich dachte, wenigstens im Himmel sind sie gut organisiert.
ADELE: Wahrscheinlich Personaleinsparung. Wie überall. Wo das noch hinführen soll!


"Operation Schönheit"

ab 8. Klasse
6 W
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 17 Min.

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Ein absurd-sarkastisches Stück, in dem die Patientinnen auf ihre Schönheits-Operation vorbereitet werden.

Anna will sich die Nase vergrößern lassen, Claudia ihren Silberblick richten; Kristin möchte Fett loswerden und Jennifer ihre Hände für einen Model-Job verschönern lassen; Magdalena plant gleich ein komplett neues, zeitgemäßes Körper-Design. Alle treffen sich im Wartezimmer der Klinik. Die Vorbereitungen auf die OP kommen ihnen allerdings etwas ungewöhnlich vor...

ANNA: Ich will mir eine Charakternase machen lassen, damit ich die guten Rollen kriege.
MAGDALENA: Ohne Charakter nützt die beste Nase nichts.


"Hartz-Theater"

ab 8. Klasse
6 W / 3 M
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 25 Min.

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Eine Theatergruppe versucht ein Stück zu entwickeln, das die Situation von Arbeitslosen mit den Korruptionsfällen bei VW verbindet; mit anschließender Publikumsbefragung.

Im Proberaum treffen wir auf Hartz und dessen Duz-Freund Kanzler Schröder, die sich fröhlich über die Arbeitslosen und die Lustreisen des Betriebsrats auslassen. Als Gegenpart lernen wir zwei arbeitslose Frauen kennen, die bereits alle legalen Möglichkeiten, um einen Job zu bekommen, ausgeschöpft haben und die durch einen Zufall von der Bestechung des Betriebsrats erfahren. Ist es legitim, das Wissen über Korruption zum eigenen Vorteil zu verwenden? Zu dieser Frage - die auch nach der höchst milden Verurteilung von Hartz noch sehr aktuell ist - möchte die Gruppe ein Theaterstück erarbeiten und auch mit dem Publikum drüber reden.

PAUL: Es läuft optimal, Gerd. Den Volkert haben wir voll im Griff. Er lässt sich jetzt schon die Nutten aus Brasilien einfliegen. Nächste Woche fliegt er selbst rüber mit 'ner ganzen Gruppe Betriebsräten.


"Siegfried spielen"

ab 8. Klasse
10 W
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 25 Min.

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Zehn Mädchen spielen die Nibelungen-Sage nach.

Ritterliche Helden, Schlachten, Jungfrauen, die zu erobern sind; Liebe, Eifersucht, Intrige, Verrat - kurz: das Nibelungen-Lied. Ist es heute noch aktuell? Aber sicher - auch wenn die Figuren nicht mehr ganz ernst zu nehmen sind. Zehn Mädchen untersuchen Siegfried, Kriemhild, Hagen & Co. auf ihre heutige Brauchbarkeit und finden sie eher komisch. Und doch sind diese "Helden" nicht so von gestern, wie zuerst gedacht. Parallelen zu ihren Vorstellungen von Ehre, Ruhm und Leidenschaft sind schließlich noch überall zu finden...

HANNA: So und nun zu dir! Willst du mir noch deinen Namen sagen, bevor du stirbst? Ich habe heute gute Laune!
EMILIA: Wenn mich nicht plagt der Gedächtnisschwund, so nennt man mich Gunther von Burgund.


"Schneewittchen
(Sex & Drugs
& High Society)
"


ab 8. Klasse
5 W / 1 M (oder 3 W / 3 M)
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 25 Min.

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Eine Persiflage auf das Showgeschäft.

Diese Inszenierung ist ganz sicher kein Kindermärchen. Hier geht es um Drogen, dämliche Fernsehshows und einen recht schrägen Begriff von Schönheit. Schneewittchen ist ein Gruftie, ihre Schwiegermutter ein herrschsüchtiges Ekel und die sieben Zwerge eine Drogen-WG. Wegen akuter Probleme sind allerdings nur zwei von ihnen anwesend. Und der Prinz heißt Dieter... Eine echte Gruselstory.

SPIEGEL: Auch gut! Es ist nämlich so, dass Ihre Tochter Schneewittchen wohl nicht tausendmal, aber immerhin rund anderthalb mal schöner ist als Sie.
QUEEN USCHI: Was? Sowas Gruftiges findest du gut?
SPIEGEL: Liebe Queen Uschi, das ist heute der Trend! Schon morgen kann es anders sein.


"Pingu-Film Inc."

ab 8. Klasse
3 W / 4 M
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 20 Min.

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Eine Gruppe von Job-Bewerbern soll unter sich ausmachen, wer den Job bekommt.

Die Firma Pingu-Film sucht noch einen Zwergen-Darsteller für ihre Schneewittchen-Produktion. Sechs Bewerber/innen wurden zu einem Casting gebeten, das ganz anders abläuft als erwartet. Sie sollen nämlich unter sich ausdiskutieren, wer für die Rolle am besten geeignet ist. Klar, dass die meisten von ihnen erstmal sich selbst vorschlagen. Aber so kommen sie offensichtlich nicht zum Ziel... Ein satirisches Stück mit einem überraschenden Ende.

MELANIE: Also du bist schon seit zwanzig Jahren Schauspieler. Hast du noch was zu bieten? Die große Karriere scheinst du ja nicht gemacht zu haben.
FREDERIC: Ich habe etliche große Rollen gespielt!
GUIDO: Jau! Den Weihnachtsmann habe ich auch schon mal gegeben.


"Elbe-WG"

ab 8. Klasse
6 W
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 15 Min.

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Eine leicht ausgeflippte Frauen-WG überlegt sich Aktionen gegen die Elbvertiefung.

Ist es ausreichend, mit 200 Leuten auf dem Otterndorfer Bürgersteig zu demonstrieren, um die geplante Elbvertiefung zu verhindern? Wohl kaum. Aber was gibt es sonst noch für Möglichkeiten? Fantasie ist gefragt. Alle Bewohnerinnen der WG machen Vorschläge, die teils abgedreht, teils gar nicht so unrealistisch sind. Nebenbei muss allerdings auch noch geklärt werden, wer das Klo putzt...

FRITZI: Auf Latschdemo habe ich aber auch keine Lust. Am Ende stehen da lauter alte Männer am Mikrofon und labern und labern und erzählen dir, was du sowieso schon alles weißt und dann gehst du mit kalten Füßen nach Hause. Das kann's doch nicht sein!
KAMIKAZE: Und dann machen die Pfeffersäcke sowieso, was sie wollen.
VANESSA: Aber da sind nicht die alten Männer dran schuld. Ich meine, die machen ja wenigstens was, nur dass das total langweilig ist.


"Macbeth und die Hexen"

ab 9. Klasse
4 W / 3 M oder mehr
(21 Rollen)
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 35 Min.

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Das Shakespeare-Drama leicht gekürzt - komplett in Reimform.

Nach erfolgreicher Schlacht begegnet Macbeth drei Hexen. Sie sagen ihm voraus, dass er bald König sein wird. Als die Lady Macbeth davon erfährt, beschließt sie, sofort Nägel mit Köpfen zu machen: Gemeinsam mit ihrem noch zögerlichen Gatten bringt sie den amtierenden König um.
Macbeth beginnt eine Schreckensherrschaft - weitere Voraussagen der Hexen wiegen ihn in Sicherheit. Doch die erweist sich als trügerisch, denn die Hexen treiben ein Spiel - ein lustiges Menschenexperiment...

LADY MACBETH (als Geist): Königin war ich, das war gar nicht schlecht.
Oder? - Meint etwa jemand, das war nicht gerecht?
Den anderen ermorden, um selbst König zu sein -
macht das nicht jeder - auf irgend'ne Art?
Ach Gott ja: Ich hör' euch schon schrei'n: Das ist doch gemein!
Mir bleibt hier wohl gar nichts erspart!


"Heinrich und Agathe"

ab 7. Klasse
5 W / 4 M oder mehr
(12 Rollen)
Text: Hartmut Behrens
Dauer: ca. 25 Min.

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"Romeo und Julia" in die 1950er Jahre versetzt - mit einem guten Ende.

Willibald ist der uneingeschränkte Herrscher über seine Würstchenbude. Seine Töchter Elfriede und Agathe haben unbedingt zu gehorchen. Und vor allem sollen sie sich nicht mit dem jungen Heinrich einlassen. Dessen Vater Rudolf hält Willibald - nicht ganz zu Unrecht - für einen Proleten und verbietet seinem Sohn deshalb den Umgang mit der ganzen Familie. Und dann ist da noch ein obskurer Graf, der es auf Agathe abgesehen hat - zur Not würde er aber auch Elfriede nehmen...

ELFRIEDE: Ein Missverständnis? Dass du mir gestern gesagt hast, wir würden für immer zusammenbleiben?
HEINRICH: Äh, habe ich das?
ELFRIEDE: Natürlich hast du das! Und jetzt machst du dich an meine Schwester ran, du Widerling!
HEINRICH: Ich was?